Tansania & Sansibar

Hui Leude, die Zeit vergeht sehr schnell. In zwei Wochen werde ich schon zuhause sein und vor zwei Wochen kam ich schon von der zweiwöchigen Tansaniatour mit Alena zurück. Es ist also schon einen Monat her, dass wir los gefahren sind. Hier der Versuch eines Rückblicks: Los ging es mit dem frühst möglichen Bus von Fort Portal nach Kampala und von dort mittags weiter nach Bukoba in Tansania. Mit einem kurzen Stopp an der Grenze bei dem wir 50$ gegen einen Stempel im Pass getauscht haben verlief die Fahrt problemlos und recht schnell. In Bukoba wurden wir von Antonia, einer Freiwilligen vom Roten Kreuz; abgeholt und durften bei ihr übernachten. Noch am Abend kauften wir uns die Fahrkarte für den nächsten Morgen um 6 Uhr. Nach einer kurzen Nacht fuhren wir also zum Buspark und fuhren tatsächlich um kurz nach 6 los in Richtung Arusha. Die Fahrt war zunächst wunderschön, wir konnten den Sonnenaufgang beobachten und sehen wie sich die Landschaft veränderte. Leider hatten wir dann am schon am Vormittag die ersten Probleme am Bus, sodass wir mindestens eine Stunde im Nichts standen und auf was auch immer warteten. An sich war es ja ganz angenehm sich ein wenig die Beine vertreten zu können, doch diese unfreiwillige Pause sollte nicht die letzte gewesen sein. Insgesamt standen wir dreimal und es ging nichts voran. Bei einer der Pausen holte ich mir Chipsi zum Essen, das ist quasi die tansanische Antwort auf die ugandischen Rolex. Pommes in Ei gebacken bzw, angebraten, gegessen mit viel Ketchup. Schmeckt besser als es klingt! Leider sollte das auch einer der wenigen Möglichkeiten bleiben sich Nahrung zu beschaffen, die über Kekse hinausging, und wir vermissten Mubende, den Zwischenstopp zwischen Fort und Kampala, wo man doch aus einer ganz guten Auswahl Essen besorgen kann. Die Sitze im Bus waren jetzt auch nicht unbedingt die bequemsten, und das ist noch diplomatisch ausgedrückt. Alena weiß davon zu berichten. 😉 So zog sich die Busfahrt in die Länge und als wir dann auch noch immer wieder mit den verschiedensten Informationen über unsere Ankunft versorgt wurden, hofften wir nur noch auf ein baldiges Ende dieser Reise. ( „In zwei Stunden sind wir da!“ – „Hm, in Arusha sind wir vielleicht in 6 Stunden“ – „In Tansania gibt es ja Nachtfahrverbot, um Mitternacht kann es sein, dass wir stehen bleiben werden und im Bus bis zum Morgen warten“). Letztlich kamen wir kurz vor halb 3 in Arusha an, waren also fast 22 Stunden im Bus gewesen. Dankenswerterweise wurden wir aber trotz der späten Uhrzeit und unserer vagen Informationen wann wir kommen würden, von Hamadi, unserem Couchsurfing Host, abgeholt und in ein Hotel gebracht. In ein Hotel? Und zwar in ein sehr gutes. Wir haben schon daran gezweifelt, dass wir wirklich im Sinne des Couchsurfings umsonst untergebracht wurden, doch wie sich herausstellte, gehörte das Hotel einem Freund von Hamadi und wir durften unsere zwei Nächte dort verbringen. Glück gehört dazu! 🙂 Am nächsten Tag zeigte uns Hamadi dann Arusha und wir waren im Museum, sahen den „Mittelpunkt Afrikas“ – genau die Hälfte der Strecke Kairo – Kapstadt ; das Fussballstadion von Arusha, den Markt, mit vielen Gewürzen und einer ganz anderen Auswahl an Obst und Gemüse als in Uganda und einen Massaimarkt, wo eigentlich nur Ziegen ver- und gekauft wurden.

Am nächsten Tag fuhren wir die kurze Strecke nach Moshi, unsere nächste Station. Dort konnten wir erneut bei Freiwilligen des Roten Kreuz schlafen, bei Eva und Deborah. Moshi liegt noch näher am Kilimanjaro und ist der Ausgangspunkt für alle Touren, die dorthin führen. So kommt es, dass man dort sehr vielen Touristen begegnet und es auch viele touristische Läden, wie Souvenirshops gibt, denen wir auch einen Besuch abstatteten. Wir hatten auch das Glück, den Kilimanjaro eines Abends zumindest mit der oberen Hälfte wolkenlos zu sehen, was nur ab und zu der Fall ist. Ein wirklich sehr großer Berg, der da unwirklich und mit Gletschern überzogen am Himmel erscheint.

In Moshi trafen wir uns auch wieder mit Niklas, den wir in Fort kennengelernt hatten und der gerade ein Praktikum in Kampala hinter sich hat. Zusammen fuhren wir am nächsten Morgen weiter nach Dar es Salam. Weil es hier die Wahl gab, nahmen wir einen der luxuriöseren Bussen, was sich definitiv als die richtige Wahl herausstellte. Die 8 Stunden kamen uns überhaupt nicht lang vor und wir machten Halt an einer Raststätte, die genauso an einer deutschen Autobahn stehen könnte. Sehr unwirklich. In Dar es Salam fuhren wir gleich wieder ein gutes Stück nach Bagamojo, wo Hannes, der nächste Freiwillige und Gastgeber wohnt. Wir gingen am Strand spazieren und waren sehr froh endlich am Meer zu sein. In Bagamojo gibt es auch eine sehr gute Pizzeria, die wir mehrmals besuchten. Weil man insgesamt dann doch nicht so viel dort machen konnte entschieden wir uns schon zwei Tage früher als geplant nach Sansibar zu fahren. Die Fähre reservierten wir im Internet und fuhren dann wieder mit dem Dalla Dalla ( Kleinbus, in Ug: Matatu) nach Dar es Salam rein und kamen relativ einfach zum Hafen. Weil wir früh dran waren konnten wir sogar noch auf eine frühere Fähre umbuchen und fuhren kurz darauf los in Richtung Sansibar. Nach anderthalb Stunden hieß es auch schon „Karibu Zanzibar“ (Suaheli für Willkommen – übrigens auch ein Unterschied zu Uganda. In Tansania haben wir weniger Leute getroffen die Englisch sprechen konnten, Suaheli wird stattdessen viel mehr verwendet) und wir waren in Stone Town, der einzigen größeren Stadt auf der Insel. Dort verbrachten wir dann zwei Tage und verirrten uns nicht nur einmal in den vielen, engen Gassen. Wie ich finde, ist Stonetown eine sehr schöne, alte Stadt mit einer langen Geschichte. (Und übrigens auch UNESCO Weltkulturerbe.) Natürlich waren wir auch auf dem „Night food market“, der uns mehrfach empfohlen wurde. Dort gab es eine sehr große Auswahl an Fisch aller Art. Sansibar ist sehr stark muslimisch geprägt, was sich ganz deutlich zeigte, da alle Restaurants tagsüber nicht geöffnet waren, denn es war Ramadan. Nur die Hotels durften ihre Restaurants betreiben. Mit der Einbruch der Dunkelheit und dem damit verbundenen Fastenbrechen kam auch immer wieder Leben auf und es waren mehr Menschen unterwegs.

Nach zwei Nächten in Stone Town sind wir dann zu unserem eigentlichen Ziel Jambiani an der Ostküste Sansibars gefahren. Wunderschöne Strände mit hellem Sand und klares Wasser boten uns eine traumhafte Kulisse. Hier haben wir uns auch wieder mit Niklas und seiner Schwester getroffen. Dort haben wir uns dann hauptsächlich ausgeruht, gelesen und waren schwimmen, wenn das Wasser da war. Die Gezeiten waren tatsächlich sehr stark, bei Ebbe war das Meer gut 500m weg. Einmal haben wir auch so etwas wie eine Wattwanderung gemacht und die Meeresbewohner erkundet. Außerdem waren wir auch schnorcheln und konnten ein paar bunte Fische und Korallen sehen. Zu dieser Tour gehörte auch ein Mittagessen auf einer Sandbank, auf der außer uns ( und zwei Honeymoon booten) nur Krebse wohnten.

Zurück ging es dann wieder mit der Fähre nach Dar es Salam ( diesmal mit ordentlichem Wellengang, ich war sehr froh als wir endlich ankamen) und nach einer Nacht im Hostel am nächsten Morgen mit dem Flieger zurück nach Entebbe.

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