Halbzeit

Viel war los, viel ist passiert. Die Hälfte der Zeit in Uganda ist vorbei. Hier jetzt mal der Versuch die letzten Wochen zu
rekonstruieren und chronologisch zu Papier zu bringen:

Nur zwei Wochen nach unserem Weihnachtsurlaub war Anfang Januar unser Zwischenseminar bei Entebbe. Wir hatten eine spannende Woche und es war sehr schön mal wieder die anderen Freiwilligen, die nicht in Fort Portal wohnen, zu sehen. Außerdem hatten wir noch Besuch von 4 „Kindermissionswerk / Die Sternsinger“–Freiwilligen, die auch an dem Zwischenseminar teilgenommen haben.

Anfang Februar kamen mich dann meine Eltern besuchen. Wir waren einen Tag in Entebbe, einen in Kampala und haben die Moschee besichtigt, und sind dann mit dem Bus Richtung Fort Portal gefahren. Für mich mittlerweile überhaupt nichts besonderes mehr, für meine Eltern ein großes Erlebnis.
Etwa 20 km vor Fort Portal sind wir aber schon ausgestiegen, um das Jacaranda Hilltop Guesthouse von Kabarole Tours zu
besuchen. Dort haben wir dann 3 Nächte verbracht und Papas Geburtstag gefeiert. Wir waren kurz in den Wäldern und im
Teefeldern spazieren, ansonsten haben wir uns ausgeruht und wurden mit bestem Essen versorgt.


Samstagabend sind wir dann nach Fort Portal und haben bei uns in der WG gegessen, denn Sonntagmorgen mussten wir früh los. An Mamas rundem Geburtstag sind wir nämlich in den Queen Elizabeth National Park gefahren. Wir hatten einen schönen Tag dort und haben viele Tiere gesehen:

Die nächsten Tage haben wir in und um Fort Portal verbracht mit einer Wanderung zum Kratersee Kyaninga oder dem Besuch eines großen Marktes.
Die nächste größere Tour führte uns dann wieder in einen Nationalpark, nämlich zu den Murchsison Falls. Zusammen mit Alena fuhren wir einen Tag Richtung Norden.
Im Park selbst haben wir erneut viele Büffel, Antilopen und Elefanten gesehen, aber auch Giraffen.
Auf einer kleinen Bootstour in Richtung der Fälle sahen wir auch Krokodile und verschiedene Vogelarten.

Ein gutes Stück vor den Fällen musste das Boot wieder umdrehen, doch Papa und ich entschieden uns trotz der Hitze noch ein Stück zu Wandern. Diese Stunde hat sich noch einmal richtig gelohnt, weil wir den beeindruckenden Wasserfällen nochmal deutlich näher kamen.

Erschöpft und durstig kamen wir dann auch bei den „Top of the Falls“ an und wurden bald darauf von unserem Fahrer gemeinsam mit Mama und Alena abgeholt. Dann fuhren wir nach Masinda ,die nächste Stadt außerhalb des Parks, und am nächsten Morgen zurück nach Fort Portal.

Am Montag darauf machten wir uns dann schon erneut auf den Weg Richtung Kabale mit dem Ziel Paulinus zu besuchen. Mit Kleinbussen ging es über Mbarara nach Kabale, wo wir von Paulinus empfangen wurden. Ein sehr schöner Moment Paulinus nach 2 ½ bzw. 13 (!) Jahren wiederzusehen. Wir fuhren in die Diözese Kabale und kamen in deren Gästehaus unter.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit Paulinus zunächst Richtung Ruanda und auf der ugandischen Seit entlang mit einem schönen Blick über den Lake Bunyonyi. Wie auch letztes Mal mit Paulinus hielten wir in jeder Gemeinde, die auf dem Weg lag. Dort freute man sich über unseren Besuch und wir wurden mit Tee und Obst verpflegt. Am Lake Bunyonyi aßen wir auch zu Mittag bevor es weiter zum Dreiländereck Uganda – Ruanda – Kongo und danach wieder zurück nach Kabale ging.

Tags darauf fuhren wir los in den Bwindi Impenetrable Forest, wo Paulinus seine Lodge baut. Der untere Teil ist bis auf
fließendes Wasser fertig und etwas höher gelegen werden noch weitere Hütten mit starker Aussicht gebaut. Auch ein Wassertank steht dort, und ist mit Regenwasser gefüllt. Ganz oben auf dem Berg ist eine Lichtung, wo wir ein Obstmittagessen zu uns nahmen und Paulinus von seinen Plänen erzählte an dieser Stelle eine kleine Kapelle zu bauen. Dieser völlig abgeschiedene Ort mitten im Wald soll dann sowohl für Touristen als auch für die Pfarrer und Ordensleute der Gemeinden offen sein.

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Paulinus aktuelle Gemeinde haben wir am nächsten Tag besucht. Noch nach dem Wald und sehr weitläufig gelegen ist sein neuer Arbeitsplatz. Es sieht wunderschön aus, ist allerdings sehr hügelig und bedeutet harte Arbeit für die Menschen, die dort Landwirtschaft betreiben.

Blick über Paulinus Gemeinde
Blick über Paulinus Gemeinde

Auf dem Rückweg nach Kabale machten wir noch einen Abstecher bei Paulinus Schwester, sein Bruder war ebenfalls zu Besuch. Wir wurden mal wieder liebevoll bekocht und ich konnte Fotos von unserer letzten Reise zeigen und verschenken.

Am nächsten Morgen fuhren wir auch schon wieder nach Kampala. Mit dem Postbus um 7 Uhr von Kabale waren wir bis nachmittags unterwegs. In Kampala trennten wir uns dann. Mama und Papa sind weiter nach Entebbe gefahren und 2 Tage später heim geflogen; ich bin ins Hotel um eine Gruppe von Viva con Agua für die Projektreise zu treffen.

Darüber bald der nächste Blogeintrag. 😉

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