Webale Muno! Thank you! Danke!

(english version below) Es ist fast soweit. Mein Jahr in Uganda ist vorbei und am Mittwoch lande ich bereits wieder in Deutschland. Auf der einen Seite Freue ich mich riesig auf Zuhause, andererseits bin ich traurig mein zweites Zuhause Fort Portal und meine Freunde und Bekannte hier zu verlassen.

Dieser Tage ist schon alles auf Abschied gestimmt und alles was ich mache, geschieht „zum letzten Mal“. Wir packen unsere Sachen zusammen und am Sonntag fahren wir bereits nach Kampala, wo wir von der Welthungerhilfe nochmal ein zweitägiges Abschlussseminar haben werden.

So wirklich habe ich es noch nicht realisiert bald wieder in Deutschland zu sein und wie es mir dabei gehen wird kann ich auch überhaupt nicht einschätzen.

Hier ist es jetzt soweit und die Stunde des Abschieds ist gekommen.

Ich möchte mich aber auch an dieser Stelle meinen Dank an Alle aussprechen, die dieses Jahr zu dieser tollen Erfahrung gemacht haben.

Meine Organisation Kabarole Tours, mit allen Mitarbeitenden

Die Welthungerhilfe mit all ihrem Engagement

Meine Freunde nah und fern, von Fort Portal bis Freiburg und noch weiter

all den verschiedenen Menschen, denen ich begegnen durfte.

Webale Muno!   Thank you!   Danke!

Auf diesem Blog werde ich wahrscheinlich nochmal etwas aus Deutschland schreiben ( vielleicht aber auch nicht 😉 ). Ich danke aber jedenfalls für das Interesse.

english version:

Now its time. The year in Uganda is over and next Wednesday I’ll be back in Germany. On one hand I am really looking forward to come home, on the other hand I am sad to leave my second home Fort Portal and my friends here.

These days everything I do is happening for „ the last time“ and I’m thinking about saying good bye. We are packing our stuff and on Sunday we are already leaving to Kampala where we’ll have a final workshop with Welthungerhilfe for two days.

Right now, I don’t realise yet that I’m going to be back in Germany so soon and I also don’t know how I will feel then.

Anyway, now it is time to say goodbye here.

Right now, I also want to thank all the people, who made this year such a good experience.

My organisation Kabarole Tours, with all the staff members

Welthungerhilfe, who did so much to support us

my friends, nearby and far away, from Fort Portal to Freiburg and beyond

and all the people I could meet.

Webale Muno! Thank you! Danke!

Here on this blog I might write again when I’m back in Germany ( I’m not yet sure 😉 )

Anyway thank you for reading it!

EIN RIESEN GROSSES DANKE

Letzten Sonntag waren wir mit den Kindern aus dem Manna Rescue Home schwimmen. Alena hat darüber geschrieben:

Uganda feat. Alena

Am Sonntag war es endlich soweit. Am Morgen haben Johannes Jenny und ich uns auf den Weg zum Rescue Home gemacht, vollgepackt mit den gespendeten Badesachen. Dort angekommen gings dann auch direkt los. Nach kurzer Zeit hatte dann aber jeder etwas, was ihm gefallen und sogar gepasst hat haha

Das Matatu ( Taxi) kam und wir 34 Leute haben es uns auf 16 Plätzen gemütlich gemacht. Das war kuschelig! Bei dem Resort angekommen haben wir erstmal den dazu gehörigen Spielplatz unter die Lupe genommen wo dann Fussball gespielt, Trampolin gesprungen und geschaukelt wurde. Einen 30 minütigen Forest Walk gabs auch noch dazu wo die Kinder Affen gesehen und der Guide ihnen verschiedene Sachen erklärt hat. Ronnie und ich haben aufgepasst dass niemand den Pool klaut. Nach der ersten Runde planschen gabs dann Mittagessen und zwar Pommes und Chicken Nuggets. Yammy! Mit jeweils 3 Kg Ketchup hat es sich dann jeder…

View original post 267 more words

Tansania & Sansibar

Hui Leude, die Zeit vergeht sehr schnell. In zwei Wochen werde ich schon zuhause sein und vor zwei Wochen kam ich schon von der zweiwöchigen Tansaniatour mit Alena zurück. Es ist also schon einen Monat her, dass wir los gefahren sind. Hier der Versuch eines Rückblicks: Los ging es mit dem frühst möglichen Bus von Fort Portal nach Kampala und von dort mittags weiter nach Bukoba in Tansania. Mit einem kurzen Stopp an der Grenze bei dem wir 50$ gegen einen Stempel im Pass getauscht haben verlief die Fahrt problemlos und recht schnell. In Bukoba wurden wir von Antonia, einer Freiwilligen vom Roten Kreuz; abgeholt und durften bei ihr übernachten. Noch am Abend kauften wir uns die Fahrkarte für den nächsten Morgen um 6 Uhr. Nach einer kurzen Nacht fuhren wir also zum Buspark und fuhren tatsächlich um kurz nach 6 los in Richtung Arusha. Die Fahrt war zunächst wunderschön, wir konnten den Sonnenaufgang beobachten und sehen wie sich die Landschaft veränderte. Leider hatten wir dann am schon am Vormittag die ersten Probleme am Bus, sodass wir mindestens eine Stunde im Nichts standen und auf was auch immer warteten. An sich war es ja ganz angenehm sich ein wenig die Beine vertreten zu können, doch diese unfreiwillige Pause sollte nicht die letzte gewesen sein. Insgesamt standen wir dreimal und es ging nichts voran. Bei einer der Pausen holte ich mir Chipsi zum Essen, das ist quasi die tansanische Antwort auf die ugandischen Rolex. Pommes in Ei gebacken bzw, angebraten, gegessen mit viel Ketchup. Schmeckt besser als es klingt! Leider sollte das auch einer der wenigen Möglichkeiten bleiben sich Nahrung zu beschaffen, die über Kekse hinausging, und wir vermissten Mubende, den Zwischenstopp zwischen Fort und Kampala, wo man doch aus einer ganz guten Auswahl Essen besorgen kann. Die Sitze im Bus waren jetzt auch nicht unbedingt die bequemsten, und das ist noch diplomatisch ausgedrückt. Alena weiß davon zu berichten. 😉 So zog sich die Busfahrt in die Länge und als wir dann auch noch immer wieder mit den verschiedensten Informationen über unsere Ankunft versorgt wurden, hofften wir nur noch auf ein baldiges Ende dieser Reise. ( „In zwei Stunden sind wir da!“ – „Hm, in Arusha sind wir vielleicht in 6 Stunden“ – „In Tansania gibt es ja Nachtfahrverbot, um Mitternacht kann es sein, dass wir stehen bleiben werden und im Bus bis zum Morgen warten“). Letztlich kamen wir kurz vor halb 3 in Arusha an, waren also fast 22 Stunden im Bus gewesen. Dankenswerterweise wurden wir aber trotz der späten Uhrzeit und unserer vagen Informationen wann wir kommen würden, von Hamadi, unserem Couchsurfing Host, abgeholt und in ein Hotel gebracht. In ein Hotel? Und zwar in ein sehr gutes. Wir haben schon daran gezweifelt, dass wir wirklich im Sinne des Couchsurfings umsonst untergebracht wurden, doch wie sich herausstellte, gehörte das Hotel einem Freund von Hamadi und wir durften unsere zwei Nächte dort verbringen. Glück gehört dazu! 🙂 Am nächsten Tag zeigte uns Hamadi dann Arusha und wir waren im Museum, sahen den „Mittelpunkt Afrikas“ – genau die Hälfte der Strecke Kairo – Kapstadt ; das Fussballstadion von Arusha, den Markt, mit vielen Gewürzen und einer ganz anderen Auswahl an Obst und Gemüse als in Uganda und einen Massaimarkt, wo eigentlich nur Ziegen ver- und gekauft wurden.

Am nächsten Tag fuhren wir die kurze Strecke nach Moshi, unsere nächste Station. Dort konnten wir erneut bei Freiwilligen des Roten Kreuz schlafen, bei Eva und Deborah. Moshi liegt noch näher am Kilimanjaro und ist der Ausgangspunkt für alle Touren, die dorthin führen. So kommt es, dass man dort sehr vielen Touristen begegnet und es auch viele touristische Läden, wie Souvenirshops gibt, denen wir auch einen Besuch abstatteten. Wir hatten auch das Glück, den Kilimanjaro eines Abends zumindest mit der oberen Hälfte wolkenlos zu sehen, was nur ab und zu der Fall ist. Ein wirklich sehr großer Berg, der da unwirklich und mit Gletschern überzogen am Himmel erscheint.

In Moshi trafen wir uns auch wieder mit Niklas, den wir in Fort kennengelernt hatten und der gerade ein Praktikum in Kampala hinter sich hat. Zusammen fuhren wir am nächsten Morgen weiter nach Dar es Salam. Weil es hier die Wahl gab, nahmen wir einen der luxuriöseren Bussen, was sich definitiv als die richtige Wahl herausstellte. Die 8 Stunden kamen uns überhaupt nicht lang vor und wir machten Halt an einer Raststätte, die genauso an einer deutschen Autobahn stehen könnte. Sehr unwirklich. In Dar es Salam fuhren wir gleich wieder ein gutes Stück nach Bagamojo, wo Hannes, der nächste Freiwillige und Gastgeber wohnt. Wir gingen am Strand spazieren und waren sehr froh endlich am Meer zu sein. In Bagamojo gibt es auch eine sehr gute Pizzeria, die wir mehrmals besuchten. Weil man insgesamt dann doch nicht so viel dort machen konnte entschieden wir uns schon zwei Tage früher als geplant nach Sansibar zu fahren. Die Fähre reservierten wir im Internet und fuhren dann wieder mit dem Dalla Dalla ( Kleinbus, in Ug: Matatu) nach Dar es Salam rein und kamen relativ einfach zum Hafen. Weil wir früh dran waren konnten wir sogar noch auf eine frühere Fähre umbuchen und fuhren kurz darauf los in Richtung Sansibar. Nach anderthalb Stunden hieß es auch schon „Karibu Zanzibar“ (Suaheli für Willkommen – übrigens auch ein Unterschied zu Uganda. In Tansania haben wir weniger Leute getroffen die Englisch sprechen konnten, Suaheli wird stattdessen viel mehr verwendet) und wir waren in Stone Town, der einzigen größeren Stadt auf der Insel. Dort verbrachten wir dann zwei Tage und verirrten uns nicht nur einmal in den vielen, engen Gassen. Wie ich finde, ist Stonetown eine sehr schöne, alte Stadt mit einer langen Geschichte. (Und übrigens auch UNESCO Weltkulturerbe.) Natürlich waren wir auch auf dem „Night food market“, der uns mehrfach empfohlen wurde. Dort gab es eine sehr große Auswahl an Fisch aller Art. Sansibar ist sehr stark muslimisch geprägt, was sich ganz deutlich zeigte, da alle Restaurants tagsüber nicht geöffnet waren, denn es war Ramadan. Nur die Hotels durften ihre Restaurants betreiben. Mit der Einbruch der Dunkelheit und dem damit verbundenen Fastenbrechen kam auch immer wieder Leben auf und es waren mehr Menschen unterwegs.

Nach zwei Nächten in Stone Town sind wir dann zu unserem eigentlichen Ziel Jambiani an der Ostküste Sansibars gefahren. Wunderschöne Strände mit hellem Sand und klares Wasser boten uns eine traumhafte Kulisse. Hier haben wir uns auch wieder mit Niklas und seiner Schwester getroffen. Dort haben wir uns dann hauptsächlich ausgeruht, gelesen und waren schwimmen, wenn das Wasser da war. Die Gezeiten waren tatsächlich sehr stark, bei Ebbe war das Meer gut 500m weg. Einmal haben wir auch so etwas wie eine Wattwanderung gemacht und die Meeresbewohner erkundet. Außerdem waren wir auch schnorcheln und konnten ein paar bunte Fische und Korallen sehen. Zu dieser Tour gehörte auch ein Mittagessen auf einer Sandbank, auf der außer uns ( und zwei Honeymoon booten) nur Krebse wohnten.

Zurück ging es dann wieder mit der Fähre nach Dar es Salam ( diesmal mit ordentlichem Wellengang, ich war sehr froh als wir endlich ankamen) und nach einer Nacht im Hostel am nächsten Morgen mit dem Flieger zurück nach Entebbe.

The Slum Derby

Während mein geliebter Verein vor zwei Wochen die schwerste Niederlage seiner jüngeren Geschichte hinnehmen musste, habe ich am selben Wochenende die Zeit in Kampala beim so genannten „Slum Derby“ verbracht. Watoto Wasoka , die ich im Februar bei der VCA Projektreise kennenlernen durfte, haben zum dritten mal das Fussballturnier für Strassenkinder ausgerichtet.

420 Kinder in 38 Teams haben auf vier Plätzen gleichzeitig um den Titel gekämpft. Der komplette Samstag war für die Vorrunde reserviert, am Sonntag waren dann die 16tel-Finale bis zum Finale. Alena und ich haben dabei die Spiele betreut und Ergebnisse aufgeschrieben.

Am Ende konnten sich die „Super Heroes“ den Titel sichern.

Auf dem staubigen Hartplatz bei heißestem Wetter, teilweise ohne Schuhe wurde den Kindern ziemlich was abverlangt.

Ansonsten lasse ich die Bilder für sich sprechen:

Uganda ohne Plastiktüten

In den letzten Wochen ist hier tatsächlich etwas geschehen, was ich davor nicht für möglich gehalten hätte: Uganda hat begonnen die Plastiktüten zu verbannen. Die sogenannten ‘Kaveras’ waren offiziell ab dem 15.April verboten und nach und nach gingen den Supermärkten ihre Vorräte aus, sodass es erst mal überhaupt keine Tüten mehr gab, bald darauf aber andere, wohl recycelte Tüten. In den großen Supermärkten in Kampala, wie zum Beispiel der kenianischen Kette „Nakumatt“ werden jetzt Papiertüten genutzt. Auch wenn es im Fernseher immer wieder angekündigt wurde („Make Uganda a Kavera free country!“), habe ich doch bislang stark an der Durchsetzung gezweifelt.

Das solch eine drastische Maßnahme aber durchaus Sinn gibt, zeigt sich im Landschaftsbild, vor allem an den Straßenseiten oder in Kampala, wo häufig sehr viel (Plastik-)Müll in den Straßengraben, bzw. auf Wiesen neben der Straße liegt. Ein Teil des Problems ist sicherlich auch das fehlende Bewusstsein für den Schaden von Plastik in der Natur – so ist es beispielsweise völlig normal während einer Busfahrt seine leeren Flaschen aus dem Fenster zu schmeißen.

Ruanda hat in dieser Hinsicht eine wahre Vorbildfunktion eingenommen, und alle Plastiktüten konsequent durch Papier ersetzt. Und auch die herausgeputzten Straßen Kigalis sprechen eine andere Sprache als das oftmals dreckige Kampala.

Auch wenn es – zum Beispiel im Vergleich zu Ruanda – nur ein Anfang sein kann, die Plastiktüte zu verbieten, so ist dies nun gelungen. Es bleibt zu Hoffen, dass auch das Bewusstsein für die Gründe weiter verbreitet werden und dass das Verbot bestehen bleibt. Dann nämlich kann dieser wichtige Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein Vorbild für weitere Länder sein.

Lake Bunyonyi

//english version below//

Am 1. Mai sind wir an den Lake Bunyonyi gefahren. Wir – das sind Alena, Anneloes, Anne, Eline, Alicia und ich. (Anneloes und Anne aus den Niederlanden sind hier für ihre Masterarbeiten; Alicia und Eline aus Belgien sind Krankenschwestern, die für ihr Studium im Krankenhaus in FoPo gearbeitet haben.)

Über Mbarara fuhren wir mit Matatus bis Kabale, wo wir zunächst an den Lake Bunyonyi und dann mit einem Boot auf die Insel gebracht wurden, auf der unser Hostel war. Leider regnete es aber den ganzen Abend und so war die Bootfahrt nicht nur dunkel sondern auch nass und kalt. Im Hostel bekamen wir dann zum Glück noch ein warmes Abendessen, in der nassen Kleidung war das aber kein wirklicher Genuss.

Auch am nächsten Morgen regnete es noch und als wir nach einer langen Nacht aufgestanden und gefrühstückt hatten, vertrieben wir uns die Zeit erst mit Karten- und dann Karten-Trink-Spielen. Gegen Nachmittag kam aber tatsächlich die Sonne raus, sodass wir schnell in den See springen und schwimmen konnten.

Das Hostel ist ein Community project und sehr schön und nachhaltig gebaut – Strom für warmes Wasser und Handyladung gibt es nur bei Sonne durch Solarenergie, Komposttoiletten tuen ihren Dienst und alles ist gut eingerichtet. Mit 20.000 UGX für eine Übernachtung im Schlafsaal und fairen Essenspreisen im sehr guten Restaurant ist das Hostel auf alle Fälle eine Empfehlung!

Da die Wettervorhersage für den nächsten Tag auch nichts besseres versprach, entschieden wir uns schon am Sonntag wieder zurück nach Fort Portal zu fahren.

Am Montag war dann Anneloes Geburtstag, den wir bei bestem Wetter am Pool eines der Hotels verbrachten.

We spent the weekend after the 1. May at Lake Bunyonyi. We- that was Alena, Anneloes, Anne, Eline, Alicia and me. (Anneloes and Anne from the Netherlands are here for their Masters research,  Eline and Alicia from Belgium are nurses and worked in the hospital in Fort Portal.) Through Mbarara we went with a taxi to Kabale, from there to the lake and with a boat to the island, where our hostel was. Unfortunately it rained a lot and the boat trip was dark, rainy and cold. Luckily enough, we could get warm food at the hostel.

Even the next day, it was still raining and a long sleep and breakfast, we spent the day with card and drinking games. In the afternoon the sun came back and we could go swimming in the lake.

The hostel is a community project and nicely and sustainably built! Power is only available through solar and compost toilets save water. The prices for accomodation (20.000 ugx) and food are very ok and you have a nice view over the lake.

Since the weather did not become better the next day, we decided to leave already on sunday.

Monday was Anneloes birthday, which we spent at the swimming pool of one of the hotels in Fort Portal and enjoyed the day with a lot of sunshine.